3 Wege – 1 Lösung!

Ebru Durmaz Ebru Durmaz
30. Juni 2021
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Wenn es um die Förderung von Innovationen und Agilität innerhalb eines Unternehmers geht, sind die Methoden Design-Thinking und Lean Startup kein Geheimnis mehr.

Beim „VGH Intralab“, ein für die VGH Versicherungen entwickeltes Beteiligungsformat, werden in interdisziplinär zusammengestellten Teams Probleme tiefgründig analysiert und Aufgaben kreativ gelöst. Dabei haben die Teams das Ziel neue Produkte oder Geschäftsfelder für die VGH Versicherungen zu entwickeln. Es geht also um das Unternehmertum im Unternehmen. Die Schnittstelle zwischen Personalentwicklung, Innovationsmanagement und Unternehmensentwicklung macht sich das Intrapreneurship zu eigen. MitarbeiterInnen  der VGH Versicherungen und ivv GmbH beschäftigen sich gemeinsam mit externen Experten mit gesamtunternehmerischen Fragen. Der innovative Ansatz basiert auf Kundenzentrierung, kreativen Problemlösungen und Experimenten. #xpermientierfreufig

2019 wurde das erste Intralab als reine Präsenzveranstaltung durchgeführt. Drei mal zwei Workshoptage mit allen Teilnehmenden in einem physischen Raum. Hier teilten die Teilnehmenden ihre Kundeneinblicke mit den KollegInnen, brainstormten Ideen mit zahllosen Post-it-Notizen und arbeiten jederzeit zusammen, um Prototyp-Konzepte für neue Lösungen zu erstellen, die dann iteriert und mit Kundenfeedback weiterentwickelt werden.
Dazwischen haben die Teams eigenständig gearbeitet sowie an mehreren Coachingterminen teilgenommen. Alles vor Ort und im direkten Austausch. Im Anschluß präsentierten alle Teams im Rahmen eines Pitch ihre Ideen und wurden von einer Jury vor Ort und allen Mitarbeitenden der VGH Versicherungen und ivv GmbH bewertet.

Einer der wichtigsten Faktoren ist es eine angenehme Atmosphäre zu schaffen, in der sich die Teams wohlfühlen und ihrer Inspiration nichts im Wege steht. Dazu gehört zum einen viel Licht, Luft und eine angenehme Akustik. Zum anderen sollte sich der Raum flexibel transformieren und auf bestimmte Bedürfnisse anpassen lassen.

„Denken mit den Händen“ ist ein wichtiger Teil und Leitspruch des Prozesses. Das zeigt sich besonders in der Phase des Prototypings. Sobald ein Team ins “Machen” kommt, funktioniert Innovation beinahe wortlos. Doch was, wenn die Hände statt Post-its und bunter Pfeifenputzer plötzlich nur noch Maus und Tastatur vor sich haben? In den vergangenen Monaten standen und es stehen aktuell erst einmal nur bedingt Notizzettel, Whiteboards und der gemeinsame Kaffee zur Verfügung. Denn durch die Coronakrise konnte das Intralab 2020 nicht als reine Präsenzveranstaltung stattfinden.

 

Aber so ergab sich eine neue Möglichkeit – die Digitalisierung des Intralabs und somit die Chance auch auf eine digitale Teilnahme. Neben der volldigitalen Variante haben wir uns zudem überlegt, ob eine hybride Lösung möglich ist.

Am Ende haben wir uns dazu entschieden, dass wir allen Teilnehmenden anbieten, dass sie in Präsenz, unter Einhaltung aller Hygieneregeln und mit so viel Abstand wie jeder einzelne individuell benötigt, oder digital am Intralab 2020 teilnehmen können. So konnten wir gewährleisten, dass das Intralab als Format, welches über 6 Monate durchgeführt wird, auch durch die sich ständig veränderten Maßnahmen, die durch die Krise verordnet wurden, durchgeführt werden konnte. Durch die Ausführung eines hybriden Intralabs waren wir auf alle Szenarien vorbereitet. Und wenn es bedeutet hat, dass wir alle sehr viel Abstand zueinander haben mussten, haben wir dennoch auch so gemeinsam an den Ideen weiterarbeiten können.

Mit Abstand sehr nah und intensiv!

Die Veranstaltungen hybrid durchzuführen, bedeutete nicht, dass wir nur die zweitbeste Version eines Intralabs durchgeführt haben. Es ist eine andere Version, die in den Vorteilen und Kern Elementen identisch ist.

Und diese Vorgehensweise hat auch neue Variablen eröffnet. Eine andere Herangehensweise bezüglich Organisation und Struktur. Aber in keinster Weise hat die Qualität der  Ideen und die Qualifizierung der Teilnehmenden in kreativ-methodischen Prozessen einbüßen müssen. Die Teilnehmenden haben auch im hybriden Raum ein unglaubliches Engagement, neue Perspektiven und viel Motivation mitgebraucht. Das Intralab aus der Ferne hat auch viele der gleichen Vorteile wie ein Workshop vor Ort:

Fokus: Alle befinden sich gemeinsam im selben “Raum”, der sich völlig unabhängig vom physischen oder digitalen Ort gestaltet. Denn es geht darum, dass sich alle auf eine einzige Aufgabe konzentrieren! Es gibt keinen Kontextwechsel.

Ausrichtung: Ob remote oder vor Ort, das Intralab bietet ein seltenes Szenario, in dem Menschen aus verschiedenen Teams und Abteilungen auf ein und dasselbe Problem ausgerichtet sind.

Kollaboration: das Intralab ist insofern einzigartig, als es jedem erlaubt, kreativ, aber strukturiert zusammenzuarbeiten. Die Übungen sind so definiert, dass jeder an der Aufgabe dranbleibt, aber genug Freiraum für kreative Ideen vorhanden ist.

Perspektiven: Das Intralab ermutigt Menschen aus allen Bereichen des Lebens und des Unternehmens, ihre Köpfe zusammenzustecken, um ein Problem zu lösen. Diese Mischung von Perspektiven wirkt Wunder für Kreativität und Innovation!

Benutzerzentriertheit: Der nutzerzentrierte Ansatz; ein Design Thinking-Workshop bietet die seltene Gelegenheit, in die Schuhe der Nutzer zu schlüpfen.

Ein weiterer bemerkenswerter Vorteil eines hybriden Formats ist, und dieser Punkt hebt sich sogar stark von einer Präsenzveranstaltung hervor: Es gibt keine geografischen Grenzen!

Nach zwei Durchläufen des Intralabs, in präsenz und hybrid, hat der Vorstand eine dritte Durchführung beschlossen. FUTUR X freut sich die dritte Runde gemeinsam mit den VGH Versicherungen zu starten.