5 Ideen wie du deine Kreativität täglich trainieren kannst

Hajo Knoche Hajo Knoche
17. März 2021
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Zuerst starten wir mal mit der Frage: Was ist denn eigentlich Kreativität?
Laut der Kreativitätsforschung wird Kreativität oft mit der Fähigkeit der Ideengenerierung gleichgesetzt. Dabei handelt es sich um die sogenannte „große Kreativität“, welche auf die Erfindungen bedeutender Werke und Produkte abzielt und die „kleine Kreativität“, die bei den täglichen Problemlösungen hilft.

Bereits 1950 hat der amerikanische Psychologe J.P. Guilford die Hypothese aufgestellt, dass Kreativität mit gewissen Persönlichkeitseigenschaften zusammenhängt. Diese Vermutung wurde später bestätigt und in weiteren Forschungen wurden Eigenschaften, wie beispielsweise Offenheit gegenüber neuen Erfahrungen, Risikobereitschaft oder weitgefasste Interessen, als förderlich für die Kreativität identifiziert.

 

Aber: Besteht die Möglichkeit Kreativität weiterzuentwickeln oder ist sie angeboren?

Aus der Sicht der Neurowissenschaft lautet die Antwort laut und deutlich – JA! Kreativität kann entwickelt werden. Dank der Neuroplastizität unseres Gehirnes können wir unser ganzes Leben neue Synapsen bilden, die eine wichtige Rolle in der Entwicklung neuer Ideen und Fähigkeiten spielen. Allerdings braucht unser Gehirn dazu gewissen Übungen und Trainings. Hier sind ein paar Beispiele, die einfach in den Alltag integrierbar sind

1. Kreativität braucht gute Laune und das Gefühl glücklich zu sein. Erstelle daher eine Liste mit einfachen Dingen, die dich glücklich machen und nutze diese Liste beim Bedarf.
Diese Liste kann alle möglichen Aktivitäten erhalten. Zum Beispiel Yoga-Übungen machen, Spazieren gehen, ein Glas Wein trinken, ein schönen Film anschauen, Zeit mit Freunden verbringen, usw..

2. Breche mit kleinen Gewohnheiten. Du kannst zum Beispiel schon damit anfangen deine Zähne mit der anderen Hand zu putzen. Oder probiere auf dem Weg zur Arbeit eine neue Strecke aus, die du am besten zu Fuß gehen kannst, statt mit dem Auto, dem Bus oder mit dem Fahrrad zu fahren.

3. Sport ist auch ein guter Stimulator für deine Kreativität. Hast du schon von IntenSati gehört? Es ist eine Kombination aus sportlichen Übungen und positiven Affirmationen. In ihrem Buch „Fittes Gehirn, Erfülltes Leben“ untersuchte Prof. Dr. Wendy Suzuki, Professorin für Hirnforschung und Psychologie am Center for Neural Science der New York University, die positiven Auswirkungen auf unser Gehirn.

4. Mache eine Liste von zehn alternativen Anwendungen eines Gegenstandes, die du grade in deiner Umgebung siehst. Egal ob im Büro, in der Küche oder im Wohnzimmer.

5. Vergiss nicht dich täglich kurz zu entspannen. Einige Studien haben nachgewiesen, dass sich genau in den Phasen der Entspannung am besten neue Synapsen bilden. Vielleicht kennst du das Phänomen schon. Denn hattest du nicht auch schon ein paar gute, neue, kreative Ideen, als du unter der Dusche warst?

Einige von diesen Übungen kommen aus der Forschung der amerikanischen Neurowissenschaftlerin Prof. Dr. Wendy Suzuki und dem argentinischen Professor Estanislao Bachrach. Sie stellen nur einen Bruchteil aller Übungen dar, die unsere Kreativität fördern.
WICHTIG ist jedoch erst einmal anzufangen!

 

Text: Anna Iversen
Graphic: Tanja Föhr